„Reclaim the Beats!“ Resident Night

Flyer RTB Resident-Nacht 2018

The Boys are back in Town. „Reclaim the Beats!“ ist zurück in unserem Lieblingsclub Douala. Am Samstag, 24. März 2018 heißt es: Resident Night! Auf dem Drum&Bass-Floor feuern die RTB-Homies Double-L und Mellokat ihre Beats von zart bis hart ab. Und für bewährte Popowackelmusik aus Reggae, Dancehall und Funky Bass sorgen auf dem zweiten Floor die Jungs von Suzzlic Stereo.

15 Jahre „Reclaim the Beats!“

Die dienstälteste Drum&Bass-Party zwischen Riss und Bodensee feiert Jubiläum: Vor 15 Jahren stieg die erste Ausgabe von „Reclaim the Beats!“ in unserem Lieblingsclub, dem Ravensburger Douala.

Seitdem wurden Livekonzerte gespielt und Plattenveröffentlichungen gefeiert. DJs aus der Region rockten ebenso die Hütte wie die nationalen Helden der Szene oder der eine oder andere internationale Blockbuster. Es gab buntes Jungle-Konfetti bei John B und klassischen Underground-Drum&Bass von DJ Storm. Zahlreiche MCs gaben sich das Mikro in die Hand. Es gab Rewinds, durchgeblasene Bassboxen und stets die Devise: vorne Drum&Bass, hinten Reggae.

MC Fava ist am Start

So auch beim Jubiläumsfest am Samstag, 16. Dezember 2017. Gibt’s einen MC? Ja, und was für einen. Zurück von seiner Welttournee durch 27 Länder und alle fünf Kontinente im Auftrag von Hospital Records, dem bekanntesten DnB-Label des Planeten, macht MC Fava mal wieder einen Abstecher nach Ravensburg und legt seinen charmanten Flow über die Beats der RTB-Homies Double-L und Mellokat. Am Special Guest FX Farmer (Funkanomics) liegt es dann, den Laden einzureißen und die Geburtstagskerzen auszublasen. Und für bewährte Popowackelmusik aus Reggae, Dancehall und Funky Bass sorgen auf dem zweiten Floor die Jungs von Suzzlic Stereo.

MC Fava in Aktion. (Foto: PR)

Happy Birtday, Reclaim the Beats!

The Soul of Drum&Bass: Marcus Intalex ist tot

Foto: Andrew Gerrand (Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.5 License)

Persönlich bin ich ihm nie begegnet, und ich habe ihn tatsächlich in all den Jahren kein einziges Mal live bei einem DJ-Auftritt erlebt. Obwohl sein Sound immer genau mein Ding war und er zu „Basslastic“-Zeiten auf unserem Booking-Wunschzettel ja durchaus immer ganz weit oben stand. Irgendwie kam es halt leider nie dazu. Aber trotzdem war Marcus Intalex bei jeder Party – spätestens so ungefähr ab der Jahrtausendwende – mit dabei. Auf Vinyl, in Form seiner eigenen Produktionen und der unzähligen Klassiker aus der Schmiede seines Premium-Labels „Soul:R“, die aus unseren Plattenkisten gar nicht mehr wegzudenken waren.

Da, wo Marcus Intalex oder eines seiner Pseudonyme und Projektnamen, von M.I.S.T. über Mist:i:cal bis hin zu seinem Techno-Alias Trevino, drauf stand, war Qualität drin. Zeitlose Qualität. Soul:R-Platten sortierte man niemals aus, man stellte sie höchstens mal vorübergehend ins Archiv, um sie allesamt irgendwann wieder neu zu entdecken. „My Soul“, „Outerspace“, „Lover“, „Sunshine“, „Wide Eyes“, die „Midnight“-, „LK“-, „Born to Die“- und Wasweißichnoch-Remixes … Ohne Marcus Intalex, seine Tracks und sein Label aus der traditionellen englischen Rave-Brutstätte Manchester wäre Drum & Bass um so viele Perlen und – Nomen est omen – um jede Menge Soul ärmer.

In den frühen Nuller-Jahren mischte er den Liquid Funk auf, sorgte mit locker-flockigen Ohrwürmern für sonnige Vibes auf den Tanzflächen und fixte damit so manchen begeisterten Quereinsteiger mit Drum&Bass erst an. Doch auch später war er mit seinen minimalistischer werdenden Tracks immer ganz vorne mit dabei. Bei Soul:R war der Lack nie ab. Man verfing sich niemals im Hype um das nächste große Ding, sondern blieb stets Triebfeder eines erwachsenen und im besten Sinne deepen Drum&Bass: musikalisch, unaufgeregt, ernsthaft, klar, frisch und oftmals brillant. Mal sphärisch-elektroid daher kommend, ohne Scheu über den Tellerrand rüber nach Detroit schielend, mal als knochentrockene Roller mit strammen Beats, einem Amen-Break oder mit Reggae-Flavour: Marcus Intalex beherrschte mit großer Eleganz und einem guten Gespür für Sounds und Stimmungen die ganze Drum&Bass-Klaviatur. Seine Tracks funktionieren im Wohnzimmer und auf dem Dancefloor gleichermaßen – und das mit Stil und ganz ohne einen auf dicke Hose zu machen.

Er war kein schillerndes Gesicht des Genres wie Goldie, aber vielleicht so etwas wie seine musikalische Seele, zumindest aber eine seiner Ikonen. Am vergangenen Wochenende ist der Produzent, DJ und Labelmacher Marcus Kaye alias Marcus Intalex gestorben.