Was gibt’s Neues im Wassersport? Bodenseebass hat sich mal wieder auf der Interboot umgeschaut. Im Prinzip gilt (fast) alles noch, was vor zwei Jahren hier an dieser Stelle schon geschrieben wurde. Ansonsten bietet 2019 ein bisschen mehr Elektro, ein bisschen mehr Umwelt, ein bisschen weniger Foilen, aber immer noch bei Bedarf viel Boot für noch mehr Geld. Von den Ausstellern gab’s laut Messe jedenfalls Lob für das „interessierte und fachkundige“ Publikum und teilweise etwas Tadel für die doch des Öfteren wohl fehlende „Kaufabsicht“ der insgesamt 83 000 Besucher. Aber man bestellt sich ja nicht jedes Jahr eine neue Yacht, vielleicht 2020 wieder.
Wer auch nur mal gucken und nix anfassen will, hier sind die Bilder von der Interboot 2019:
Der barocke Klassiker: Ein schnittiger Bolide aus Italien. Dilemma: Für Sardinien zu bescheiden, für den Bodensee zu overdressed. Interessant für Luxusliebhaber mit schmalem Festgeldkonto: das Finanzierungsmodell mit Raten von kompakten 3.049 Euro pro Monat. Alternative: hier ein Schnäppchen suchen…
Gretas Wahl: das Elektroboot mit Solaraufladung. Führerscheinfrei, umweltfreundlich und leise:
Ob man damit übern Atlantik kommt? Keine Ahnung. Mit dem aber schon. Unsinkbar! Garantiert. Das Banana-Boot von Harry Belafonte:
Ganz hinten in der Ecke von Halle B3 ein bisschen versteckt – so wie das schlechte Gewissen von Speedboot-Junkies mit Benzin im Blut: die neue „Green Power Area“ (Solarboote & Co.) und die „ReThink Plastic-Area“ (Schutz der Meere) mit einer begehbaren Ozean-Müllkippe:
Empfehlung von der regionalen Nachhaltigkeitsexpertin laut Interboot-Pressemitteilung: „Statt Fertiggerichte und Salat in Plastikverpackungen und -tüten ist es umweltfreundlicher, Essen vorzukochen und in Boxen mit auf das Boot zu nehmen.“ Absolut! Dazu passend: der goldene Picknickkorb fürs romantische Diner zu zweit…
Süßes Accessoire: ein Designerhündchen fürs Designerbötchen. Preis auf Anfrage.
Achtung: Gleich hinter der Tür beginnt das offene Meer.
Aggressive Reklame am stillen Örtchen: Kommerz überall.
Aber aloha: T-Shirts aus Hawaii im Sommersale.
Immer noch besser als jede Yacht: SUP fahren.
Knallbunt: die Trendsport-Halle.
Überraschender genrefremder Gast auf der Interboot: ein Käfer…
…mit passendem Campinganhänger:
In Regenbogenfarben: das Christopher-Street-Day-Kajak.
Und Lebensmotti an jeder Ecke: