Ruhe in Frieden, MCA

Seine schwere Krankheit war ja seit Jahren bekannt, und doch hat man irgendwie gedacht, dass das schon alles wieder gut wird mit dem Mann. Zumal er ja mit seiner Band erst im letzten Jahr noch eine Platte herausgebracht hat. Die Band sind die Beastie Boys, und bei dem Mann handelt es sich um Adam Yauch alias MCA. Nach dreijährigem Kampf gegen den Krebs ist der New Yorker Hip-Hop-Veteran heute gestorben. Mit 47 Jahren.

Old School vs. New School

Alte Schule versus Neue Schule: In der Konstanzer Kantine kommt es am Freitag zum großen Schlagabtausch der Hip-Hop-Partyklassiker, wenn die Routiniers KRM und Sir Jai ihre alten Schinken auspacken. Wir zitieren:

Wer den guten alten Hip Hop aus seiner Blütezeit, Mitte der Neunziger Jahre, vermisst und liebt, kommt an diesem Abend auf jeden Fall auf seine Kosten.
Der Local Hero Dj Sir Jai und der Technic-Meister KRM graben längst vergessene Perlen und Classics aus der Plattenkiste aus, die das Millennium noch nicht überschritten haben. Künstler, die nie ein Verfallsdatum aufweisen werden, wie Gang Starr, LL Cool J , Das Efx oder der Wu-Tang Clan landen endlich mal wieder auf den Clubtellern.

Tipp.

Lied der Woche: Beastie Boys – Don’t play no Game that I can’t win

Unser Lied der Woche stammt aus dem neuen Album der Beastie Boys. Als eine Art Rolling Stones des Hip Hop waren die drei New Yorker seit den 80ern eigentlich nie so richtig von der Bildfläche verschwunden und haben dabei musikalisch und videotechnisch ( „Sabotage“!) den einen oder anderen Meilenstein gesetzt.
In Würde gealtert sind sie jetzt mal wieder mit frischem Zeug am Start (MCAs schwere Erkrankung hatte die Veröffentlichung der neuen LP zum Glück nur aufgeschoben). Nächste Woche soll „Hot Sauce Committee Part Two“ nun in den Läden stehen, zumindest die CD-Version. Vinylfans müssen sich ein paar Wochen länger in Geduld üben.
In die Songs reinhören kann man hier.

Playlist: DJ Krush – Kemuri

Für unsere Rubrik Playlist kramen wir heute einen Klassiker des Japaners DJ Krush heraus. Unglaubliche 17 Jahre hat das Ding jetzt mittlerweile auch schon auf dem Buckel.

Krush hatte seinerzeit bereits sein selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht, das es allerdings zunächst nur als Japan-Import zu kaufen gab, womit er als Produzent hierzulande noch unter der Kategorie Geheimtipp lief. Sein Durchbruch kam dann mit „Strictly Turntablized“, einem reinen Instrumentalalbum voller Dopebeatz (wie man damals zu sagen pflegte), auf das das Motto seines Labels „Mo‘ Wax“ wie die Faust auf’s Auge passte: „Head Music For Mad Lifted Beat Junkies.“

Als die dazugehörige Maxi-Single – die sich Krush mit Labelkollege DJ Shadow teilen musste – anno 1994 erstmals auf meinem Plattenteller lag und das knisternde Schweigen der Einlaufrille unvermittelt durch einen dermaßen fetten Beat durchbrochen wurde, hatte dieser mich schon nach den ersten Sekunden gepackt. Einer der deepsten und zugleich druckvollsten Kopfnickertunes, die der Japaner je gebastelt hat – und eine Eintagsfliege ist aus ihm ja nun wirklich nicht geworden. Auch heute immer noch zeitlos gut: Kemuri.

kemuri