Party: 14 Jahre Reclaim the Beats!

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„Reclaim the Beats!“ meldet sich wieder einmal zurück für eine Nacht im Douala. Und zwar 14 Jahre und ein paar zerquetschte Wochen nach der Premiere dieser Clubnacht anno 2002. Also save the date: Samstag, 23. April 2016.

Das Geburtstagsständchen singt mit MC Fava eine Rampensau der internationalen Königsklasse. Der Breisgau-Bomber ist beim führenden Drum&Bass-Label Hospital Records unter Vertrag und repräsentiert die Londoner auf den Bühnen der Welt. An seiner Seite gibt sich die bezaubernde Kanadierin Wadjit erstmals in Ravensburg die Ehre. Als Frontfrau der Radiostation Bassdrive.com serviert sie tausenden Fans weltweit die frischesten Beats.

Mit von der Party sind natürlich auch die Residents Double-L und Mellokat. Und auf dem zweiten Tanzflur heizen Suzzlic Stereo mit ihrer lässigen Mischung aus Reggae und Funky Bass ein.

Happy Birthday, Reclaim the Beats!

Nachruf: James Last

Happyning

Es gibt ja diesen typischen Einstieg bei vielen Musiker- und DJ-Biografien, die dem Leser klarmachen sollen: hey, der Typ war schon immer eine coole Socke. Also Floskeln wie „schon von klein auf Kraftwerk-Fan gewesen“, „als Siebenjähriger auf Jungle-Tapes aus London abgefahren“ oder „groß geworden in einem besetzten Haus mit lauter Punkrockern und Performancekünstlern“. Bei mir würde da eher stehen: „Hat früh schon die väterliche James-Last-Plattensammlung in den Händen gehabt.“ In erster Linie wegen der Cover natürlich, aber auch den Sound fand ich als Steppke nicht übel.

Auch wenn sich unsere musikalischen Wege irgendwann weitestgehend trennten und nur punktuell das eine oder andere Mal wieder kreuzen sollten (Stichwort „Happy Brasilia!“): Hans (James) Last, der Meister des „Happy Sounds“ und der „Non Stop Dancing“ Scheiben, der Godfather des Easy Listening,  ist für mich immer der korrekte Bandleader schlechthin geblieben (deutlich vor Max Greger).

Last hat in seiner Karriere ungefähr 499 LPs aufgenommen und davon unglaublich viele Kopien verkauft, war trotzdem zwischendurch fast pleite, hat aber die Kurve gekriegt und sein Häuschen in Florida behalten können. Bis zuletzt stand er mit seiner Big Band auf der Bühne. Jetzt ist James Last gestorben.

Ihm zu Ehren:

13 Jahre „Reclaim the Beats!“

Flyer RTB 2015 Max Romeo
„Reclaim The Beats!“ – die wahrscheinlich berühmteste Drum&Bass-Party zwischen Riss und Bodensee und ganz sicher eine der dienstältesten Clubreihen im Douala – wird 13!

13 Jahre – muss so ein krummes Jubiläum extra gefeiert werden? Wir meinen: unbedingt. Schließlich ist man nun im besten Flegelalter angekommen und sowieso immer noch genauso „on fire“ wie bei der Premiere, damals im Februar 2002. Seit dieser Nacht groovt der Drum&Bass wieder regelmäßig durch den Kultschuppen am Ravensburger Bahndamm. Und wer hat da nicht schon gerockt? Hinz und Kunz standen bei „Reclaim the Beats!“ in all den Jahren in der Douala-Kanzel oder auf der Live-Bühne: vom Weltstar bis zum Dorf-DJ von nebenan.

Und einer aus dieser langen Liste singt dem frisch gebackenen Party-Teenager jetzt das Geburtstagsständchen: Der Engländer MC Mike Romeo, einer der besten und elegantesten seines Fachs, gastiert zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder in Ravensburg und wird am Mikrofon durch den Jubiläumsabend am Samstag, 11. April 2015 führen.

Daneben am Start ist natürlich auch das DJ-Stammpersonal: Double-L und Mellokat vorne, die Reggae-Boys und Festivalhelden der Keep it Real Crew hinten.

Also: Happy Birthday, RTB!

Unterwegs: Digital Analog Festival

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Bodenseebass war mal wieder auf Tour. Einmal mehr Fernbus, einmal mehr in Bayerns Hauptstadt. Diesmal aber zum Digital Analog Festival. Ist in München, kostet aber trotzdem keinen Eintritt. Und für seine null Euro kriegt man dann eine noble Location (Gasteig), wo sonst die Hochkultur zuhause ist, ein somit für ein Festival recht außergewöhnliches Ambiente (keine Getränke in den Sälen erlaubt, strenge Hostessen passen auf), jede Menge Visuals und viel Musik, Performance und Knöpflesdreherei.

So hat Dieter Döpfer, Geschäftsführer der Doepfer Musikelektronik GmbH und Meister der Modularen Synthesizer, gleich seine halbe Klangwerkstatt aus Gräfelfing mitgebracht und steuert zusammen mit Videokünstlern akribisch eine gigantische audiovisuelle Mensch-Maschine. Nebenan gibt’s auch eine lustige Spielecke fürs Publikum: An einem sich langsam drehenden kleinen Modularsystem darf man selbst mitmachen und an dem Karussell so lange Kabel umstecken, Schalter umlegen und Regler drehen, bis sich das aus dem Ding kommende Fiepen, Knacksen und Gluckern tatsächlich verändert.

In den einzelnen, mitunter äußerst komfortabel bestuhlten Sälen spielen Livebands auf, die mir allesamt zuvor noch nix gesagt haben und zwischen cool (Freeda Beast) und etwas albern (Johann Sebastian Bass) variieren. Und sonst? Mit Cyberbrille und Kopfhörer ausgestattete Menschen schwingen auf einer Schaukel durch irgendwelche virtuelle Realitäten, und dann war da noch irgendwas mit einem Hasen, was ich aber nicht ganz kapiert habe. Die Bilder:

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